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Glossar

Technische Schulden

Technische Schulden sind der Mehraufwand, der später entsteht, weil Software schneller oder billiger gebaut wurde als sauber. Wie bei einem Kredit fallen Zinsen an: Jede Änderung am Code dauert länger, bis die Schuld abgebaut ist.

Ausführliche Erklärung

Der Begriff stammt von Ward Cunningham aus dem Jahr 1992. Nicht jede technische Schuld ist ein Fehler. Wer bewusst eine Abkürzung nimmt, um einen Termin zu halten, und sie danach zurückbaut, trifft eine vernünftige Entscheidung.

Gefährlich wird es, wenn niemand die Schuld notiert. Typische Anzeichen: Kleine Änderungen dauern Wochen, Fehler tauchen an unerwarteten Stellen auf, es gibt keine automatisierten Tests, und nur eine Person versteht den Code.

Häufige Ursachen sind veraltete Frameworks, fehlende Tests, kopierter statt wiederverwendeter Code und Abhängigkeiten ohne Sicherheitsupdates. Mit KI-Werkzeugen entsteht in kurzer Zeit viel Code, den niemand im Detail geprüft hat, siehe Vibe Coding.

Abgebaut wird schrittweise: erst Tests schreiben, dann umbauen. Eine Neuentwicklung lohnt sich erst, wenn der Umbau teurer wäre.

Visgenix: bewertet bestehenden Code im Software-TÜV, Preis auf Anfrage, mit Ampel-Report und einer Empfehlung (weiterbetreiben, überholen oder neu bauen). Für Wartung und Weiterentwicklung rechnet Visgenix 15–20 % der Entwicklungskosten pro Jahr.

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