IT-Glossar: IT-Begriffe verständlich erklärt
Von DMARC über SLA bis llms.txt: Das IT-Glossar von Visgenix erklärt 119 Begriffe aus IT-Betreuung, Microsoft 365, IT-Sicherheit, Compliance, Hosting sowie Web und SEO. In klarer Sprache für Geschäftsführung und IT-Leitung, damit Sie im nächsten Gespräch mit Ihrem IT-Dienstleister genau wissen, worum es geht.
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A
- Access PointEin Access Point ist das Gerät, das ein WLAN ausstrahlt und die Funkverbindung ins kabelgebundene Netz überträgt. In Firmen verteilen mehrere Access Points das WLAN über alle Räume.
- Active DirectoryActive Directory (AD) ist der Verzeichnisdienst von Microsoft für Windows-Netzwerke. Er verwaltet Benutzerkonten, Computer, Gruppen und Berechtigungen zentral auf einem Server, dem Domänencontroller.
- AES-256-VerschlüsselungAES-256 ist ein symmetrisches Verschlüsselungsverfahren mit 256-Bit-Schlüssellänge, das als praktisch nicht zu brechen gilt. Für die Verschlüsselung von Backups und Datenträgern ist es Standard.
- AV-Vertrag (Art. 28 DSGVO)Der AV-Vertrag (Auftragsverarbeitungsvertrag) nach Art. 28 DSGVO regelt verbindlich, wie ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag eines Verantwortlichen verarbeitet. Er ist Pflicht für jede externe IT-Dienstleistung mit Datenzugriff.
B
- Backup 3-2-1-RegelDie 3-2-1-Regel ist die Grundregel für Backups: 3 Kopien der Daten (Original + 2 Backups), auf 2 verschiedenen Medien, davon 1 Kopie an einem anderen Standort.
- beA (besonderes elektronisches Anwaltspostfach)Das beA ist die verpflichtende elektronische Kommunikation für deutsche Anwälte mit Gerichten. Seit 2022 müssen Anwälte gerichtliche Schriftsätze über das beA senden. Auf Papier geht praktisch nichts mehr.
- BITKOMBITKOM ist der Branchenverband der deutschen Digitalwirtschaft mit über 2.000 Mitgliedsunternehmen. Er veröffentlicht regelmäßig Studien zu IT-Sicherheit, Cybercrime-Schäden, Cloud-Nutzung und Digitalisierungsgrad im Mittelstand.
- BitLockerBitLocker ist die Festplatten-Verschlüsselung von Windows. Sie schützt Daten auf Notebooks und Desktops bei Verlust oder Diebstahl, denn ohne Recovery-Key bleibt die Platte unlesbar.
- BRAO (Bundesrechtsanwaltsordnung)Die BRAO regelt die Berufspflichten deutscher Rechtsanwälte, darunter die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht. Diese Pflicht wirkt sich direkt auf IT-Setups in Kanzleien aus.
- Brute-Force-AngriffEin Brute-Force-Angriff ist der Versuch, ein Passwort oder einen Schlüssel durch massenhaftes automatisiertes Ausprobieren zu erraten. Angreifer testen dabei Tausende Kombinationen, bis eine passt.
- BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)Das BSI ist die zentrale deutsche Cybersicherheitsbehörde. Es veröffentlicht jährlich den Lagebericht IT-Sicherheit, definiert IT-Grundschutz-Standards und ist Aufsichtsbehörde für NIS2-relevante Sektoren.
- Business ContinuityBusiness Continuity bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, seine wichtigsten Geschäftsprozesse bei einer Störung weiterzuführen oder in einer festgelegten Zeit wiederherzustellen. Business Continuity Management (BCM) ist der Prozess, der das plant und regelmäßig testet.
- BYOD (Bring Your Own Device)BYOD (Bring Your Own Device) bedeutet, dass Mitarbeitende private Smartphones, Tablets oder Notebooks für die Arbeit nutzen. Das Unternehmen spart Hardware, muss aber Firmendaten auf Geräten schützen, die ihm nicht gehören.
C
- CDN (Content Delivery Network)Ein CDN ist ein global verteiltes Netzwerk von Servern, das statische Inhalte (Bilder, JS, CSS, Videos) vom geografisch nächsten Knoten ausliefert. Das senkt die Latenz und entlastet den Origin-Server.
- CEO-FraudCEO-Fraud ist eine Betrugsmasche, bei der sich Täter als Geschäftsführer oder Vorgesetzte ausgeben und Mitarbeitende zu einer dringenden, vertraulichen Überweisung bewegen. Die Anweisung kommt meist per E-Mail, zunehmend auch per Anruf oder Sprachnachricht.
- CI/CD (Continuous Integration / Continuous Delivery)CI/CD steht für Continuous Integration und Continuous Delivery beziehungsweise Continuous Deployment. Jede Code-Änderung wird automatisch gebaut, getestet und über eine feste Pipeline bis in die Produktivumgebung gebracht.
- ClamAVClamAV ist ein Open-Source-Virenscanner, der vor allem auf Servern läuft und Mail-Anhänge, Web-Uploads und Storage-Inhalte prüft.
- ColocationColocation bedeutet, dass ein Unternehmen eigene Server in einem fremden Rechenzentrum aufstellt. Der Betreiber stellt Platz im Rack, Strom, Kühlung, Netzanbindung und physische Sicherheit, Hardware und Betrieb bleiben beim Kunden.
- Conditional AccessConditional Access ist die Regel-Engine von Microsoft Entra ID, die Anmeldungen anhand von Risiko-Signalen (Standort, Gerät, App, User) erlaubt, blockiert oder mit zusätzlichen Anforderungen (MFA) absichert.
- Core Web Vitals (LCP, INP, CLS)Core Web Vitals sind die drei Performance-Metriken, die Google in das Search-Ranking einbezieht: Largest Contentful Paint (Ladezeit), Interaction to Next Paint (Reaktivität) und Cumulative Layout Shift (visuelle Stabilität).
- CrowdSecCrowdSec ist ein Open-Source-Sicherheitssystem mit Community-Threat-Feed. Teilnehmende Server melden erkannte Angreifer-IPs und erhalten dafür eine gemeinsame, laufend wachsende Block-Liste.
- CVE (Common Vulnerabilities and Exposures)CVE ist die globale Datenbank für öffentlich bekannte IT-Schwachstellen. Jeder Eintrag hat eine eindeutige ID (z. B. CVE-2024-12345), eine Beschreibung und einen CVSS-Score (0,0–10,0) für die Risikobewertung.
- CyberversicherungEine Cyberversicherung deckt finanzielle Schäden durch Cyberangriffe, Datenverluste und IT-Ausfälle ab. Dazu zählen typischerweise Kosten für Forensik und Wiederherstellung, Betriebsunterbrechung, Datenschutz-Benachrichtigungen und Ansprüche Dritter.
D
- DDoS (Distributed Denial of Service)Ein DDoS-Angriff überflutet ein System mit Anfragen aus tausenden Quellen, bis es legitime Anfragen nicht mehr bedienen kann. Typisch genutzt für Erpressung („Zahle, sonst wird der Angriff fortgesetzt“) oder als Ablenkung von anderen Angriffen.
- DDR5 ECCDDR5 ist die fünfte Generation des Double-Data-Rate-Arbeitsspeichers, schneller und sparsamer als der Vorgänger DDR4. ECC (Error-Correcting Code) erkennt und korrigiert Bit-Fehler im Arbeitsspeicher zur Laufzeit.
- Dedicated ServerEin Dedicated Server ist eine komplette physische Server-Hardware exklusiv für einen Kunden. Anders als beim vServer teilt der Kunde keine Ressourcen. Er bekommt die volle CPU-Leistung ohne Hypervisor-Overhead.
- DHCPDHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) vergibt Geräten im Netzwerk automatisch eine IP-Adresse und die weiteren Einstellungen, die sie für die Verbindung brauchen. Ohne DHCP müsste jede Adresse von Hand eingetragen werden.
- Disaster RecoveryDisaster Recovery (DR) ist die geplante Wiederherstellung von IT-Systemen und Daten nach einem schweren Ausfall, etwa durch Ransomware, Brand oder Hardwaredefekt. Ziel ist, den Betrieb in einer vorher festgelegten Zeit wieder aufzunehmen.
- DKIM (DomainKeys Identified Mail)DKIM ist eine kryptografische Signatur für E-Mails. Empfangende Server prüfen, ob die Mail wirklich von der angegebenen Domain stammt und unterwegs nicht verändert wurde.
- DLP (Data Loss Prevention)DLP-Systeme erkennen sensitive Daten (Kreditkartennummern, IBANs, Personalausweise) und blockieren oder warnen, wenn diese ungesichert in E-Mails, Cloud-Storage oder externe Geräte abfließen.
- DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance)DMARC kombiniert SPF und DKIM zu einer durchsetzbaren Richtlinie: Sie legt fest, ob Mails, die keine der beiden Prüfungen bestehen, durchgelassen, in Quarantäne verschoben oder abgelehnt werden.
- DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)Die DSGVO ist die EU-Verordnung zum Schutz personenbezogener Daten, gültig seit Mai 2018. Sie verpflichtet jede Organisation, die Daten von EU-Bürgern verarbeitet, zu Transparenz, Rechtsgrundlage, Dokumentation und Schutzmaßnahmen.
E
- EDR (Endpoint Detection and Response)EDR überwacht Endgeräte (Laptops, Server) auf verdächtiges Verhalten in Echtzeit, korreliert Events und ermöglicht automatische oder manuelle Gegenmaßnahmen. Damit geht EDR über klassischen Virenschutz hinaus.
- Endpoint-ManagementEndpoint-Management ist die zentrale Verwaltung aller Endgeräte eines Unternehmens, also Notebooks, PCs, Smartphones und Tablets. Dazu gehören Inventar, Software-Verteilung, Updates, Verschlüsselung und Sicherheitsrichtlinien.
- Entra ID (vormals Azure AD)Entra ID ist Microsofts Cloud-Dienst für Identitäten und Zugriffe und damit die zentrale Benutzerverwaltung hinter Microsoft 365. Er steuert Anmeldungen, Gruppen, Rollen und Zugriffsrichtlinien für alle verbundenen Apps.
- EU AI ActDer EU AI Act ist die EU-Verordnung zur Regulierung von KI-Systemen, in Kraft seit August 2024. Er teilt KI-Anwendungen in Risikoklassen ein, und je nach Klasse gelten für Anbieter und Anwender unterschiedlich strenge Pflichten.
- Exchange OnlineExchange Online ist der E-Mail- und Kalenderdienst von Microsoft in der Cloud. Er stellt Postfächer, Kalender und Kontakte bereit und ist in den Microsoft-365-Business-Plänen enthalten.
F
- FernwartungFernwartung ist der Zugriff eines IT-Technikers auf einen Rechner oder Server über das Internet, um Fehler zu beheben, Software zu installieren oder Einstellungen zu ändern, ohne vor Ort zu sein.
- FirewallEine Firewall filtert den Datenverkehr zwischen zwei Netzen, meist zwischen Firmennetz und Internet, anhand festgelegter Regeln. Sie lässt erlaubte Verbindungen durch und blockiert alles andere.
G
- GDAP (Granular Delegated Admin Privileges)GDAP ist Microsofts Standard für zeitlich begrenzten, rollenbasierten Admin-Zugriff in fremden Microsoft-365-Tenants. Jede Aktion ist auditierbar, Zugriffe laufen ab und Admin-Accounts werden nicht geteilt.
- GEO (Generative Engine Optimization)GEO (Generative Engine Optimization) ist die Optimierung von Inhalten, damit KI-Suchen wie ChatGPT, Perplexity, Gemini und Googles AI Overviews sie finden und als Quelle zitieren. GEO ergänzt klassisches SEO, ersetzt es aber nicht.
- GeoredundanzGeoredundanz bedeutet, dass Daten oder Systeme an geografisch getrennten Standorten gespiegelt werden. Bei Ausfall eines Standorts (Brand, Stromausfall, Naturkatastrophe) übernimmt der zweite Standort automatisch.
- Google Business Profile (GBP)Google Business Profile (früher Google My Business) ist der kostenlose Unternehmenseintrag bei Google. Er erscheint in der lokalen Suche, in Google Maps und im Knowledge Panel rechts neben den Suchergebnissen.
H
- Headless CMSEin Headless CMS ist ein Content-Management-System ohne eigene Darstellungsschicht. Redakteure pflegen Inhalte im Backend, eine Schnittstelle liefert sie an Website, App oder andere Kanäle aus, die das Layout selbst bestimmen.
- HelpdeskEin Helpdesk ist die zentrale Anlaufstelle für IT-Anfragen: Ticket-System, Telefon, E-Mail oder Chat. Ein guter Helpdesk hat definierte Reaktionszeiten und einen festen Ansprechpartner statt eines anonymen Callcenters.
- HochverfügbarkeitHochverfügbarkeit (High Availability) bedeutet, dass ein System auch beim Ausfall einzelner Komponenten weiterläuft. Erreicht wird das durch Redundanz: Jede kritische Komponente ist mindestens doppelt vorhanden, und ein Ersatz übernimmt automatisch.
- Hybrid-CloudHybrid-Cloud kombiniert eine private Infrastruktur (eigene Server oder dedicated Hosting) mit Public-Cloud-Diensten (AWS, Azure, GCP). Das Kerngeschäft bleibt auf eigener Infrastruktur, Lastspitzen oder Spezial-Workloads laufen in der Cloud.
I
- IaaS (Infrastructure as a Service)IaaS (Infrastructure as a Service) ist gemietete IT-Infrastruktur aus dem Rechenzentrum eines Anbieters: virtuelle Server, Speicher und Netzwerk. Der Anbieter betreibt die Hardware, der Kunde alles ab dem Betriebssystem.
- Immutable BackupEin Immutable Backup ist eine Sicherungskopie, die nach dem Schreiben nicht mehr verändert oder gelöscht werden kann, auch nicht vom Admin. Sie schützt vor Ransomware, Insider-Angriffen und versehentlichem Löschen.
- InformationssicherheitInformationssicherheit schützt die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen, egal ob sie digital, auf Papier oder im Kopf von Mitarbeitenden vorliegen. IT-Sicherheit ist der Teil davon, der technische Systeme betrifft.
- ISMS (Informationssicherheits-Managementsystem)Ein ISMS (Informationssicherheits-Managementsystem) ist das Regelwerk, mit dem ein Unternehmen Informationssicherheit plant, umsetzt, prüft und verbessert. Es legt Verantwortlichkeiten, Risiken, Maßnahmen und Kontrollen schriftlich fest.
- ISO 27001ISO 27001 ist die internationale Norm für Informationssicherheits-Management-Systeme (ISMS). Sie definiert Anforderungen an Risikomanagement, Schutzmaßnahmen und kontinuierliche Verbesserung. Zertifiziert wird in einem mehrstufigen Audit.
- IT-DokumentationIT-Dokumentation beschreibt schriftlich, welche Hardware, Software, Netzwerke, Zugänge und Verträge ein Unternehmen hat und wie sie zusammenhängen. Sie ist die Grundlage dafür, dass eine andere Person die IT im Notfall übernehmen kann.
- IT-Grundschutz (BSI)IT-Grundschutz ist die Methodik des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), mit der Organisationen ein Informationssicherheits-Managementsystem aufbauen. Sie besteht aus den BSI-Standards 200-1 bis 200-4 und dem IT-Grundschutz-Kompendium mit konkreten Anforderungen.
- IT-NotfallplanEin IT-Notfallplan legt schriftlich fest, wer bei einem IT-Ausfall oder Cyberangriff was tut, in welcher Reihenfolge und wen er informiert. Er wird vor dem Ernstfall geschrieben und getestet.
- IT-OutsourcingIT-Outsourcing bedeutet, dass ein Unternehmen den Betrieb seiner IT ganz oder teilweise an einen externen Dienstleister übergibt. Das reicht von einzelnen Aufgaben wie Backup oder Helpdesk bis zur kompletten ausgelagerten IT-Abteilung.
K
- KRITIS (Kritische Infrastrukturen)KRITIS steht für Kritische Infrastrukturen: Anlagen und Einrichtungen, deren Ausfall die Versorgung der Bevölkerung erheblich stören würde, etwa in Energie, Wasser, Gesundheit oder Telekommunikation. Ihre Betreiber unterliegen in Deutschland gesetzlichen Sicherheits- und Meldepflichten.
- KubernetesKubernetes (K8s) ist ein Open-Source-Orchestrierungssystem für Container. Es verwaltet Verteilung, Skalierung, Networking, Storage und Self-Healing containerisierter Anwendungen über mehrere Server hinweg.
L
- Legacy-SystemEin Legacy-System ist eine ältere Software oder IT-Umgebung, die weiter im Einsatz ist, obwohl Technik, Herstellersupport oder Know-how dafür auslaufen. Oft hängen zentrale Geschäftsprozesse daran, deshalb lässt es sich nicht einfach abschalten.
- llms.txtllms.txt ist ein de-facto Standard (vorgeschlagen 2024), der KI-Crawlern und Large-Language-Modellen eine kompakte, gut zitierbare Beschreibung der Website im Markdown-Format bereitstellt. Sie ergänzt robots.txt um das, was KI-Crawler über die Website wissen sollen.
- Load BalancerEin Load Balancer verteilt eingehende Anfragen auf mehrere Server. Fällt ein Server aus, leitet er den Verkehr automatisch auf die übrigen um.
M
- MalwareMalware ist der Oberbegriff für Schadsoftware, also Programme, die ohne Wissen des Nutzers Daten stehlen, verschlüsseln, zerstören oder ein Gerät fernsteuern. Dazu gehören Viren, Würmer, Trojaner, Spyware und Ransomware.
- Managed ITManaged IT bedeutet, dass ein externer Dienstleister Monitoring, Betrieb, Support und Wartung der IT-Infrastruktur vertraglich übernimmt. Der Dienstleister arbeitet als ausgelagerte IT-Abteilung mit garantierten Reaktionszeiten.
- Managed ServerEin Managed Server ist ein Server, dessen Betrieb ein Dienstleister übernimmt: Updates, Überwachung, Backups und Fehlerbehebung. Der Kunde nutzt den Server, kümmert sich aber nicht um die Wartung.
- Managed Service Provider (MSP)Ein Managed Service Provider (MSP) übernimmt Betrieb, Monitoring und Support einer IT-Umgebung vertraglich und liefert Service-Level (SLA) statt einzelner Tickets.
- MDM (Mobile Device Management)Mobile Device Management (MDM) ist die zentrale Verwaltung von Smartphones, Tablets und Notebooks über eine Software. Die IT richtet Geräte aus der Ferne ein, setzt Sicherheitsregeln durch und kann verlorene Geräte sperren oder löschen.
- MFA (Multi-Factor Authentication)MFA fordert zusätzlich zum Passwort einen zweiten Nachweis (App, Hardware-Token, SMS-Code). Microsoft meldet, dass MFA über 99 % der Account-Übernahmen verhindert.
- Microsoft 365Microsoft 365 ist Microsofts Cloud-Office-Suite mit Exchange (E-Mail), Teams, SharePoint, OneDrive sowie den Office-Apps Word, Excel, PowerPoint. In KMU ist es der übliche Standard für Zusammenarbeit und E-Mail.
- Microsoft AuthenticatorMicrosoft Authenticator ist die kostenlose Smartphone-App von Microsoft für die Anmeldung mit mehreren Faktoren. Sie bestätigt Anmeldungen bei Microsoft 365 und anderen Diensten per Push-Nachricht, Einmalcode oder Passkey.
- Microsoft IntuneMicrosoft Intune ist der Cloud-Dienst von Microsoft zur Verwaltung von Endgeräten und Apps. Über Intune setzen Unternehmen Richtlinien, Updates und Sicherheitsvorgaben auf Windows-, macOS-, iOS- und Android-Geräten durch.
N
- NIS2NIS2 ist eine EU-Richtlinie, die Mindestanforderungen an die Cybersicherheit von Unternehmen in wichtigen Sektoren festlegt. In Deutschland setzt das NIS2-Umsetzungsgesetz sie um, zuständige Behörde ist das BSI.
- NVMe-SSDNVMe (Non-Volatile Memory Express) ist ein Speicher-Protokoll, das SSDs direkt über PCIe-Lanes anbindet und damit deutlich höhere Übertragungsraten erreicht als klassische SATA-SSDs (typisch 3.000–7.000 MB/s vs. 550 MB/s).
O
- Onboarding-ProzessDer Onboarding-Prozess ist die strukturierte Übernahme eines Unternehmens in die IT-Betreuung. Die Dauer hängt vom Bestand ab. Der Prozess umfasst Inventarisierung und Migration.
- OWASP Top 10Die OWASP Top 10 ist die alle paar Jahre aktualisierte Liste der häufigsten Sicherheitsrisiken in Web-Anwendungen. Sie ist der de-facto Standard für Web-App-Security-Checks und Code-Reviews.
P
- PaaS (Platform as a Service)PaaS (Platform as a Service) ist eine gemietete Laufzeitumgebung für eigene Anwendungen. Der Anbieter betreibt Server, Betriebssystem und Plattformdienste wie Datenbanken, der Kunde liefert Code und Daten.
- PasskeyEin Passkey ist ein Anmeldeverfahren ohne Passwort, das auf einem kryptografischen Schlüsselpaar beruht. Der private Schlüssel bleibt auf dem Gerät und wird per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder PIN freigegeben.
- Passwort-ManagerEin Passwort-Manager ist ein Programm, das Zugangsdaten verschlüsselt speichert und für jeden Dienst ein eigenes, zufälliges Passwort erzeugt. Man merkt sich nur noch ein Hauptpasswort, den Rest füllt das Programm aus.
- Patch-ManagementPatch-Management ist das geplante Einspielen von Sicherheits- und Fehlerkorrekturen auf alle Server, Endgeräte und Programme eines Unternehmens. Ziel ist, bekannte Sicherheitslücken zu schließen, bevor Angreifer sie ausnutzen.
- Penetrationstest (Pen-Test)Ein Pen-Test ist ein kontrollierter, simulierter Angriff auf ein System, der Schwachstellen finden soll, bevor echte Angreifer sie finden. Er läuft mit schriftlichem Auftrag, festgelegtem Scope und Abschlussbericht.
- PhishingPhishing ist der Versuch, über gefälschte E-Mails, Websites oder Nachrichten an Zugangsdaten oder sensitive Informationen zu kommen. Bei KMU ist Phishing das häufigste Einfallstor für Cyberangriffe.
- Prompt EngineeringPrompt Engineering ist das gezielte Formulieren von Anweisungen an ein Sprachmodell wie ChatGPT, Claude oder Gemini, damit es brauchbare und überprüfbare Ergebnisse liefert. Dazu gehören Kontext, Aufgabe, Beispiele und das gewünschte Ausgabeformat.
R
- RAIDRAID (Redundant Array of Independent Disks) fasst mehrere Festplatten oder SSDs zu einem Verbund zusammen. Je nach RAID-Level steigt die Geschwindigkeit, die Ausfallsicherheit oder beides.
- RansomwareRansomware ist Schadsoftware, die Daten verschlüsselt und gegen Lösegeld wieder freigeben will. Laut BSI traf 2024 jeder zweite erfolgreiche Cyber-Angriff auf KMU eine Ransomware-Variante.
- RechenzentrumEin Rechenzentrum ist ein Gebäude oder Gebäudeteil, in dem Server, Speichersysteme und Netzwerktechnik unter kontrollierten Bedingungen laufen. Es stellt Strom, Kühlung, Internetanbindung und physische Sicherheit rund um die Uhr bereit.
- REST-APIEine REST-API ist eine Programmierschnittstelle, über die Anwendungen per HTTP Daten austauschen. Jede Ressource, etwa ein Kunde oder eine Bestellung, hat eine eigene URL und wird mit den Methoden GET, POST, PUT/PATCH und DELETE gelesen, angelegt, geändert oder gelöscht.
- robots.txtDie robots.txt ist eine Textdatei im Root einer Website, die Such- und KI-Crawlern Hinweise gibt, welche Bereiche sie indizieren dürfen und welche nicht. Für GEO-Optimierung 2026 ist sie der erste Ansatzpunkt.
- Root-ServerEin Root-Server ist ein gemieteter Server, auf dem der Kunde vollen Administratorzugriff (Root-Rechte) hat. Er installiert Betriebssystem, Software und Sicherheitsupdates selbst und trägt dafür die Verantwortung.
- RPO (Recovery Point Objective)RPO ist der maximal akzeptable Datenverlust, gemessen in Zeit. Ein RPO von 1 Stunde bedeutet: im Worst Case fehlen nach einer Wiederherstellung die letzten 60 Minuten an Änderungen.
- RTO (Recovery Time Objective)RTO ist die maximal akzeptable Zeit, bis ein System nach einem Ausfall wieder verfügbar sein muss. Sie unterscheidet sich vom RPO (Datenverlust) und ist Teil jeder Disaster-Recovery-Strategie.
S
- SaaS (Software as a Service)SaaS (Software as a Service) ist Software, die der Anbieter betreibt und über das Internet bereitstellt. Der Kunde zahlt meist pro Nutzer und Monat, statt eine Lizenz zu kaufen und selbst zu installieren.
- Schema-Markup / JSON-LDSchema-Markup sind strukturierte Daten nach schema.org, die Suchmaschinen und KI-Crawlern eindeutig sagen, was auf einer Seite steht. Eingebunden werden sie als JSON-LD im <head>.
- Security AwarenessSecurity Awareness bezeichnet das Sicherheitsbewusstsein von Mitarbeitenden, also ihr Wissen über Angriffe wie Phishing und ihr Verhalten im Umgang mit Zugangsdaten, E-Mails und Geräten. Security-Awareness-Trainings sollen dieses Verhalten gezielt verbessern.
- SIEM (Security Information and Event Management)Ein SIEM (Security Information and Event Management) ist ein System, das Protokolldaten aus Servern, Firewalls, Endgeräten und Cloud-Diensten zentral sammelt, auswertet und bei verdächtigen Mustern Alarm schlägt.
- SLA (Service Level Agreement)Ein SLA ist die vertraglich vereinbarte Mindest-Qualität einer IT-Dienstleistung, meist als Verfügbarkeit in Prozent und maximale Reaktionszeit auf Störungen.
- SmishingSmishing ist Phishing per SMS oder Messenger. Eine Kurznachricht lockt auf eine gefälschte Webseite oder zur Installation einer Schadsoftware, meist mit einem angeblich dringenden Anlass wie einem Paket, einer Rechnung oder einer Kontosperre.
- SOC (Security Operations Center)Ein SOC (Security Operations Center) ist ein Team von Sicherheitsfachleuten, das die IT eines Unternehmens laufend auf Angriffe überwacht, Alarme bewertet und bei Vorfällen eingreift. Viele SOCs arbeiten rund um die Uhr.
- Social EngineeringSocial Engineering bezeichnet Angriffe, die Menschen statt Technik ausnutzen. Angreifer bringen Mitarbeitende durch Täuschung, Zeitdruck oder vorgespielte Autorität dazu, Zugangsdaten preiszugeben, Geld zu überweisen oder Schadsoftware zu starten.
- SPF (Sender Policy Framework)SPF ist ein DNS-Eintrag, der festlegt, welche Mailserver berechtigt sind, im Namen einer Domain zu versenden. Empfangende Server prüfen die Absender-IP gegen diese Liste.
- SpoofingSpoofing ist das Fälschen einer Absenderidentität, etwa einer E-Mail-Adresse, Telefonnummer, IP-Adresse oder eines DNS-Eintrags. Ziel ist, dass das Opfer einer Nachricht oder Verbindung vertraut, die in Wahrheit vom Angreifer stammt.
- SSIDDie SSID (Service Set Identifier) ist der Name eines WLANs, den Geräte bei der Netzsuche anzeigen. Sie ist bis zu 32 Byte lang und unterscheidet mehrere Funknetze am selben Ort.
- SSO (Single Sign-On)SSO erlaubt einmaliges Anmelden für mehrere unabhängige Anwendungen. Nach der Authentifizierung beim Identity-Provider (z. B. Entra ID) wird der Nutzer automatisch in alle verbundenen Apps eingeloggt.
- StBerG (Steuerberatungsgesetz)Das StBerG regelt die Berufspflichten deutscher Steuerberater, einschließlich einer Verschwiegenheitspflicht ähnlich der BRAO. IT-Setups in Steuerkanzleien müssen die Vertraulichkeit von Mandantendaten technisch absichern.
T
- Technische SchuldenTechnische Schulden sind der Mehraufwand, der später entsteht, weil Software schneller oder billiger gebaut wurde als sauber. Wie bei einem Kredit fallen Zinsen an: Jede Änderung am Code dauert länger, bis die Schuld abgebaut ist.
- Tenant (Microsoft 365)Ein Tenant ist die eigene, abgeschottete Instanz eines Unternehmens in Microsoft 365. Er enthält alle Benutzer, Lizenzen, Postfächer, Daten und Sicherheitseinstellungen dieser Organisation.
- TicketsystemEin Ticketsystem erfasst jede Anfrage an den IT-Support als eigenen Vorgang mit Nummer, Status, Priorität und Verlauf. So geht keine Meldung verloren, und Reaktionszeiten lassen sich messen.
- TISAXTISAX (Trusted Information Security Assessment Exchange) ist das Prüf- und Austauschverfahren der Automobilindustrie für Informationssicherheit. Zulieferer lassen sich nach dem Fragenkatalog VDA ISA prüfen und teilen das Ergebnis über eine Plattform der ENX Association mit ihren Auftraggebern.
- TLS 1.3TLS 1.3 ist die aktuelle Version des Transport-Layer-Security-Protokolls, das HTTPS, sichere E-Mail-Übertragung und VPNs absichert. Es ist schneller und sicherer als die Vorgänger. Ältere TLS-Versionen sollten 2026 nicht mehr im Einsatz sein.
- TOM (technische und organisatorische Maßnahmen)TOM sind die technischen und organisatorischen Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen personenbezogene Daten nach Art. 32 DSGVO schützt. Technisch sind das etwa Verschlüsselung und Backups, organisatorisch Zugriffsregeln, Schulungen und Verfahrensanweisungen.
V
- Vibe CodingVibe Coding bezeichnet das Programmieren, bei dem eine KI den Code nach Beschreibungen in Alltagssprache schreibt und der Mensch das Ergebnis vor allem ausprobiert statt liest. Typische Werkzeuge sind Cursor, Lovable, Bolt, v0 und Claude.
- VLANEin VLAN (Virtual Local Area Network) teilt ein physisches Netzwerk in mehrere logisch getrennte Netze auf. Geräte in unterschiedlichen VLANs sehen sich nicht, obwohl sie am selben Switch hängen.
- VoIP (Voice over IP)VoIP (Voice over IP) überträgt Telefongespräche als Datenpakete über das Internet oder das Firmennetz statt über klassische Telefonleitungen. Das übliche Protokoll dafür ist SIP.
- vServer (Virtual Private Server, VPS)Ein vServer ist ein virtualisierter Server mit eigenem Betriebssystem und garantierten Ressourcen (CPU-Cores, RAM, Speicher). Anders als beim Shared Webhosting hat der Kunde Root-Zugriff und volle Kontrolle.
- Vulnerability Scan (Schwachstellen-Scan)Ein Vulnerability Scan ist eine automatisierte Prüfung von Systemen auf bekannte Schwachstellen. Anders als ein Pen-Test versucht er nicht aktiv einzubrechen, sondern listet identifizierte CVEs mit Risikobewertung.
W
- WAF (Web Application Firewall)Eine WAF filtert HTTP/HTTPS-Anfragen an Web-Apps und blockiert bekannte Angriffsmuster (SQL-Injection, XSS, Path-Traversal) bevor sie die Anwendung erreichen.
- WCAG 2.1 AAWCAG 2.1 AA sind die Web Content Accessibility Guidelines des W3C, Level AA. Sie legen Mindeststandards für barrierefreie Webseiten fest. Für öffentliche Stellen in der EU sind sie Pflicht, in vielen B2B-Verträgen inzwischen Standard.
- WLANWLAN (Wireless Local Area Network) ist ein lokales Funknetz, über das Geräte ohne Kabel auf das Firmennetz und das Internet zugreifen. Aktueller Standard ist Wi-Fi 6/6E, Wi-Fi 7 verbreitet sich seit 2024.
X
Z
- Zero TrustZero Trust ist ein Sicherheitsmodell, das niemandem im Netzwerk automatisch vertraut. Jede Anfrage wird einzeln geprüft, egal ob sie aus dem Firmennetz oder von extern kommt.
- Zero-Day-ExploitEin Zero-Day-Exploit ist ein Angriff auf eine Sicherheitslücke, für die der Hersteller noch keinen Patch veröffentlicht hat. Der Name kommt daher, dass die Verteidiger null Tage Vorlauf hatten, um die Lücke zu schließen.
Begriffe in der Praxis
IT-Begriffe in den Leistungen von Visgenix
Was das Glossar erklärt, ist bei Visgenix tägliche Praxis. In unseren Leistungen werden aus Fachbegriffen Systeme, die für Ihr Unternehmen arbeiten.
- IT-BetreuungMonitoring, Patch-Management, Backup und Support. Die SLA-Stufe legt die Reaktionszeit fest.
- Hosting & CloudIhre Server laufen in Frankfurt am Main, mit einer vertraglich zugesicherten Verfügbarkeit von 99,9 %.
- Individuelle EntwicklungWebsites, Shops und individuelle Software, dazu die Schnittstellen und Automatisierungen, die alles verbinden.
- IT-BeratungIT-Strategie, Roadmap und Compliance mit einem klaren Plan. Auf Wunsch begleiten wir die Umsetzung bis zum Go-Live.
- KI-LösungenAutomatisierte Abläufe und KI-Agents, die mitarbeiten. Dazu Code Rescue, das KI-generierten Code produktionsreif macht.
- Web & SEOSaubere Indexierung, kurze Ladezeiten und starke Inhalte, mit Blick auf Google und auf Antworten in ChatGPT und Perplexity.