Load Balancer
Ein Load Balancer verteilt eingehende Anfragen auf mehrere Server. Fällt ein Server aus, leitet er den Verkehr automatisch auf die übrigen um.
Ausführliche Erklärung
Der Load Balancer steht vor den Servern und ist für Nutzer die einzige Adresse. Per Health Check prüft er laufend, ob jeder Server antwortet. Ein Server, der nicht antwortet, bekommt keine Anfragen mehr, bis er wieder erreichbar ist.
Verteilt wird nach verschiedenen Verfahren: reihum (Round Robin), an den Server mit den wenigsten offenen Verbindungen (Least Connections) oder fest pro Nutzer (Sticky Sessions), wenn die Anwendung Sitzungsdaten lokal speichert.
Layer-4-Load-Balancer verteilen nach IP-Adresse und Port und sind sehr schnell. Layer-7-Load-Balancer verstehen HTTP, verteilen nach URL oder Header und übernehmen oft die TLS-Verschlüsselung. Verbreitete Software sind HAProxy und NGINX, dazu die Dienste der Cloud-Anbieter.
Der Load Balancer darf selbst kein neuer Single Point of Failure werden. Er läuft deshalb meist doppelt, mit einer gemeinsamen virtuellen IP-Adresse, die bei einem Ausfall auf das zweite Gerät wechselt. Das ist die Grundlage für Hochverfügbarkeit.
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