Social Engineering
Social Engineering bezeichnet Angriffe, die Menschen statt Technik ausnutzen. Angreifer bringen Mitarbeitende durch Täuschung, Zeitdruck oder vorgespielte Autorität dazu, Zugangsdaten preiszugeben, Geld zu überweisen oder Schadsoftware zu starten.
Ausführliche Erklärung
Die Methoden sind alt, die Kanäle neu. Phishing per E-Mail, Smishing per SMS, Vishing per Telefon. Dazu kommen gefälschte Handwerker am Empfang oder ein USB-Stick, der „zufällig“ auf dem Parkplatz liegt.
Die Hebel wiederholen sich: Dringlichkeit („bis 12 Uhr“), Autorität („Anweisung der Geschäftsführung“), Hilfsbereitschaft („ich komme nicht in mein Konto“) und Neugier. Gute Angriffe sind vorher recherchiert. Namen, Zuständigkeiten und Tonfall stammen oft aus der Firmenwebseite, LinkedIn oder früheren E-Mails.
Technik fängt einen Teil ab. MFA macht erbeutete Passwörter wertlos, DMARC erschwert gefälschte Absender. Den Rest müssen Abläufe regeln. Überweisungen an neue Kontodaten werden telefonisch unter einer bekannten Nummer bestätigt. Der Helpdesk setzt Passwörter erst nach Identitätsprüfung zurück. Und wer eine verdächtige Anfrage meldet, bekommt keinen Ärger, auch wenn er vorher schon geklickt hat.
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