Verschlüsselung
Verschlüsselung wandelt Daten mit einem Verfahren und einem Schlüssel so um, dass nur Berechtigte sie lesen können. Sie schützt Daten bei der Übertragung und bei der Speicherung.
Ausführliche Erklärung
Verschlüsselung ist nur so sicher wie der Umgang mit dem Schlüssel. Ohne den passenden Schlüssel ist der verschlüsselte Text unlesbar, deshalb müssen Verfahren und Schlüsselverwaltung zusammenpassen.
Symmetrisch und asymmetrisch
- Symmetrisch: Ein Schlüssel ver- und entschlüsselt, zum Beispiel AES-256. Schnell, braucht aber einen sicheren Weg, den Schlüssel zu teilen
- Asymmetrisch: Ein öffentlicher Schlüssel verschlüsselt, ein privater entschlüsselt, zum Beispiel RSA. Damit entfällt der heikle Austausch eines gemeinsamen Schlüssels. Das Verfahren wird für Zertifikate und Signaturen genutzt
Wo verschlüsselt wird
| Ebene | Schutz vor | Beispiel |
|---|---|---|
| Auf dem Transportweg | Mitlesen im Netz | <a href="/glossar/tls-1-3">TLS</a> bei Websites und Mail |
| Im Ruhezustand | Diebstahl von Gerät oder Datenträger | <a href="/glossar/bitlocker">BitLocker</a>, verschlüsselte Backups |
| Ende-zu-Ende | Mitlesen auch durch den Dienstanbieter | Signal, S/MIME, PGP |
Was KMU mindestens brauchen
- TLS für Website, Mail und Fernzugriff
- Verschlüsselte Notebooks und Smartphones, damit ein Diebstahl keine Datenpanne wird
- Verschlüsselte Backups
Die DSGVO nennt Verschlüsselung ausdrücklich als mögliche Maßnahme (Art. 32). Wer Schlüssel verliert, verliert auch die Daten, deshalb gehört die Schlüsselverwaltung ins Backup-Konzept.
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