Zero-Day-Exploit
Ein Zero-Day-Exploit ist ein Angriff auf eine Sicherheitslücke, für die der Hersteller noch keinen Patch veröffentlicht hat. Der Name kommt daher, dass die Verteidiger null Tage Vorlauf hatten, um die Lücke zu schließen.
Ausführliche Erklärung
Drei Begriffe werden oft vermischt. Die Zero-Day-Lücke ist die Schwachstelle selbst. Der Exploit ist der Code, der sie ausnutzt. Der Zero-Day-Angriff ist der Einsatz dieses Codes.
Echte Zero-Days sind teuer und werden eher gezielt eingesetzt. Für die meisten Unternehmen ist die Zeit danach gefährlicher. Sobald ein Hersteller einen Patch veröffentlicht und die Lücke eine CVE-Nummer bekommt, können Angreifer die Änderung analysieren und breit angreifen. Wer dann tagelang nicht patcht, ist ungeschützt, obwohl es längst eine Lösung gibt.
Gegen die Lücke selbst hilft kein Patch, weil es noch keinen gibt. Was hilft: EDR, das auffälliges Verhalten erkennt, auch ohne die Lücke zu kennen. Eine Netz-Segmentierung, damit ein kompromittiertes System nicht das ganze Netz öffnet. Möglichst wenige Dienste, die aus dem Internet erreichbar sind. Und Hersteller-Workarounds, die oft vor dem Patch erscheinen.
Visgenix: Kritische Patches werden vorrangig eingespielt. Die IT-Betreuung für Server umfasst 24/7-Monitoring, Patch-Management und Schwachstellenscans als Bausteine.
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