Cloud-Migration
Bei einer Cloud-Migration werden Daten, Anwendungen oder ganze Server aus der eigenen IT oder einem Rechenzentrum in eine Cloud-Umgebung verlagert.
Ausführliche Erklärung
Eine Migration beginnt mit der Bestandsaufnahme: Welche Systeme gibt es, was hängt woran, welche Daten liegen wo? Danach entscheidet sich, wie jedes System umzieht.
Ablauf in Phasen
- Bestandsaufnahme der Systeme, Abhängigkeiten und Daten
- Strategie je System festlegen (siehe unten)
- Pilot mit einem unkritischen System
- Umzug in Etappen mit Datensicherung und Plan für den Rückweg
- Betrieb: Überwachung, Kosten und Updates in der neuen Umgebung regeln
Strategien
- Unverändert verlagern (Rehost): Der Server zieht in die Cloud, wie er ist. Das geht am schnellsten, nutzt aber keine Cloud-Dienste wie verwaltete Datenbanken
- Anpassen (Replatform): kleine Änderungen, zum Beispiel eine verwaltete Datenbank statt eines eigenen Datenbankservers
- Ersetzen: Eine eigene Anwendung wird durch einen SaaS-Dienst abgelöst, etwa der lokale Mailserver durch Exchange Online
- Neu bauen: Die Anwendung wird für die Cloud neu entwickelt
Typische Stolpersteine
- Datenschutz: Standort der Daten, Auftragsverarbeitung, Zugriff durch Dritte
- Betriebskosten, die ohne Steuerung steigen
- Bandbreite und Latenz zu Fachsoftware, die noch lokal läuft
- Fehlende Planung für Rückweg und Datensicherung in der neuen Umgebung
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