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Glossar

IT-Grundschutz (BSI)

IT-Grundschutz ist die Methodik des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), mit der Organisationen ein Informationssicherheits-Managementsystem aufbauen. Sie besteht aus den BSI-Standards 200-1 bis 200-4 und dem IT-Grundschutz-Kompendium mit konkreten Anforderungen.

Ausführliche Erklärung

Die BSI-Standards beschreiben das Vorgehen. 200-1 legt die Anforderungen an ein ISMS fest, 200-2 die Methodik, 200-3 die Risikoanalyse und 200-4 das Business Continuity Management.

Das Kompendium gliedert die Anforderungen in Bausteine, zum Beispiel für Windows-Clients, Webserver, Rechenzentren oder das Homeoffice. Für jedes System im Unternehmen werden die passenden Bausteine ausgewählt und geprüft, welche Anforderungen erfüllt sind.

Die Methodik kennt drei Stufen: Basis-, Kern- und Standard-Absicherung. Kleinere Organisationen starten meist mit der Basis-Absicherung. Sie deckt die wichtigsten Anforderungen für alle Systeme ab und lässt sich später ausbauen.

Eine Zertifizierung ist als ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz möglich. Sie verbindet die internationale Norm ISO 27001 mit den konkreten Anforderungen des BSI.

Das BSI stellt den IT-Grundschutz auf den Nachfolger Grundschutz++ um, der Anforderungen als maschinenlesbare Regeln führt. Die Methodik soll im Oktober 2026 veröffentlicht werden. Nach Angaben des BSI bleibt der bisherige IT-Grundschutz fünf Jahre nach dieser Veröffentlichung zertifizierbar.

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