PaaS (Platform as a Service)
PaaS (Platform as a Service) ist eine gemietete Laufzeitumgebung für eigene Anwendungen. Der Anbieter betreibt Server, Betriebssystem und Plattformdienste wie Datenbanken, der Kunde liefert Code und Daten.
Ausführliche Erklärung
PaaS ist die mittlere der drei Cloud-Ebenen nach NIST, zwischen IaaS und SaaS. Entwickler laden ihre Anwendung hoch. Skalierung, Updates der Laufzeitumgebung und Verfügbarkeit übernimmt die Plattform.
Beispiele sind Azure App Service, Google App Engine, Heroku und verwaltete Datenbanken wie Amazon RDS. Managed Kubernetes wird oft dazugezählt, verlangt aber mehr eigene Konfiguration.
Der Vorteil ist Tempo: Niemand im Team muss Server patchen. Der Nachteil ist Bindung an den Anbieter. Viele PaaS-Dienste haben eigene Schnittstellen und Abrechnungsmodelle, ein späterer Umzug kostet Entwicklungszeit. Wer PaaS wählt, sollte vorher prüfen, welche Teile der Anwendung sich ohne Umbau woanders betreiben lassen.
Für den Datenschutz gilt dasselbe wie bei jeder Cloud: AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO und Klarheit, in welcher Region die Daten liegen.
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