SIEM (Security Information and Event Management)
Ein SIEM (Security Information and Event Management) ist ein System, das Protokolldaten aus Servern, Firewalls, Endgeräten und Cloud-Diensten zentral sammelt, auswertet und bei verdächtigen Mustern Alarm schlägt.
Ausführliche Erklärung
Jedes System schreibt Protokolle: Anmeldungen, Fehler, Änderungen an Rechten, blockierte Verbindungen. Einzeln sagen diese Einträge wenig. Ein SIEM legt sie nebeneinander. Fünf fehlgeschlagene Anmeldungen, dann eine erfolgreiche aus einem anderen Land, danach ein neues Admin-Konto: Das erkennt man nur, wenn alle drei Quellen an einem Ort liegen.
Ein SIEM erfüllt zwei Aufgaben. Es erkennt Angriffe anhand von Regeln und Korrelationen. Und es bewahrt Protokolle manipulationssicher auf, damit sich nach einem Vorfall nachvollziehen lässt, was passiert ist.
Bekannte Produkte sind Microsoft Sentinel, Splunk, IBM QRadar und die quelloffene Plattform Wazuh.
Ein SIEM ohne Menschen, die die Alarme bearbeiten, bringt wenig. Die Regeln müssen gepflegt werden, sonst erzeugt das System so viele Fehlalarme, dass niemand mehr hinschaut. Deshalb betreiben viele Unternehmen ein SIEM nicht selbst, sondern zusammen mit einem SOC.
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