EU AI Act für KMU: Klarheit über Ihren KI-Einsatz
Der EU AI Act ist seit dem 2. August 2026 weitgehend anwendbar. Welche Pflichten für Sie gelten, hängt von Ihrer Rolle und vom Anwendungsfall ab. Das Readiness-Audit ordnet Ihre KI-Systeme in einem Inventar und liefert eine KI-Richtlinie und einen Maßnahmenplan, mit denen Ihr Team arbeiten kann.
- Readiness-Audit 3.490 € netto
- 2 bis 3 Wochen
- Technisch-organisatorisch, keine Rechtsberatung
Rechtsstand Oktober 2026
Die KI-Verordnung (EU) 2024/1689 trat am 1. August 2024 in Kraft. Nicht alle Teile gelten gleichzeitig. Das Digital Omnibus on AI, Verordnung (EU) 2026/1744, hat Art. 4 neu gefasst und die Hochrisiko-Fristen verschoben.
Verbote und KI-Kompetenz
Die Verbote bestimmter Praktiken (Art. 5) und die ursprüngliche Fassung von Art. 4 zur KI-Kompetenz gelten seit diesem Tag.
Digital Omnibus on AI
Die Verordnung (EU) 2026/1744 ist in Kraft. Art. 4 verlangt Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz, ein bestimmtes Kompetenzniveau müssen Sie nicht garantieren.
Weitgehend anwendbar
Die allgemeine Anwendung beginnt, auch Art. 50 zur Transparenz. In Deutschland koordiniert die Bundesnetzagentur die Umsetzung der KI-Verordnung (KI-MIG, in Kraft seit 29. Juli 2026). Welche Marktüberwachungsbehörde zuständig ist, hängt vom Anwendungsbereich ab, z. B. die Finanzaufsicht bei Finanzunternehmen.
Kennzeichnung und neue Verbote
Für Anbieter von Altsystemen, die vor dem 2. August 2026 in Verkehr gebracht wurden, endet die Übergangsfrist zu Art. 50 Abs. 2 (Art. 111 Abs. 4). Zwei weitere Verbote nach Art. 5 gelten ab diesem Tag: nicht einvernehmliche intime Darstellungen und Missbrauchsdarstellungen von Kindern.
Hochrisiko-Systeme
Hochrisiko-Systeme nach Anhang III gelten ab dem 2. Dezember 2027, produktbezogene Systeme nach Anhang I ab dem 2. August 2028.
Quellen: Verordnung (EU) 2024/1689 und Verordnung (EU) 2026/1744 (Amtsblatt der EU vom 24. Juli 2026); KI-Marktüberwachungs- und Innovationsförderungsgesetz (BGBl. 2026 I Nr. 223). Stand Oktober 2026. Das ist keine Rechtsberatung. Lassen Sie die Anwendung auf Ihr Unternehmen rechtlich prüfen.
Typische Lücken bei der KI-Governance
Für den AI Act ist noch nichts vorbereitet
Der AI Act ist seit dem 2. August 2026 weitgehend anwendbar. Ohne Dokumentation der eingesetzten KI lässt sich nicht beurteilen, welche Pflichten Sie betreffen.
Aus offenen Fragen wird eine belastbare Ausgangslage. Das Readiness-Audit erfasst Ihre KI-Systeme mit ihren konkreten Anwendungsfällen. Ein strukturiertes AI-Act-Screening zeigt, wo Sie genauer hinsehen sollten.
KI an vielen Stellen, aber ohne Überblick
ChatGPT, Copilot und KI-Funktionen in vorhandenen Programmen laufen nebeneinander. Solange die Übersicht fehlt, lässt sich nichts davon bewerten.
Ein Inventar bringt alles auf eine Seite. Wir erfassen die identifizierten und gemeldeten KI-Systeme strukturiert und helfen Ihnen beim Aufbau eines Prozesses, der neue Anwendungen künftig erfasst.
Unklar, was „Hochrisiko“ bedeutet
Es kommt auf Anwendungsfall und Rolle Ihres Unternehmens an. Ein Sprachmodell für interne E-Mails ist rechtlich etwas anderes als ein System, das Bewerber bewertet.
Die Antwort liegt im Einzelfall. Genau dort setzen wir an: Für jeden Anwendungsfall prüfen wir, welche Risikokategorie und welche Pflichten grundsätzlich relevant sein können.
Richtlinie und Zuständigkeiten fehlen
Richtlinie, Inventar und Zuständigkeiten von null aufzubauen, kostet Zeit, die im Tagesgeschäft kaum jemand hat.
Sie müssen nicht bei null anfangen. Wir bringen eine fertige Grundstruktur mit und passen sie im Audit an Ihre KI-Anwendungen, Rollen und Freigaben an.
Sechs Ergebnisse des Readiness-Audits
KI-System- und Use-Case-Inventar
Auf einen Blick: welche Systeme wer wofür nutzt, mit welchen Daten und unter wessen Verantwortung. Die Grundlage für Governance und regulatorische Bewertung.
AI-Act-Screening
Verbotene Praktiken, Transparenzanforderungen, mögliche Hochrisiko-Relevanz und Rolle Ihres Unternehmens.
AI-Literacy-Check
Welche Personengruppen welche Maßnahmen zur KI-Kompetenz nach Art. 4 benötigen.
KI-Nutzungsrichtlinie
Eine Richtlinie, mit der Ihr Team im Alltag arbeiten kann. Sie regelt Freigaben, Datenklassen, menschliche Kontrolle, Meldewege und verbotene Nutzungen, zugeschnitten auf Ihre Anwendungen.
Maßnahmenplan
Klare Prioritäten statt einer langen Liste. Technische, organisatorische und dokumentarische Schritte stehen in der Reihenfolge, die zählt.
Governance-Prozess
Damit die Ordnung bleibt. Der Prozess legt fest, wer neue KI-Systeme genehmigt, dokumentiert und regelmäßig neu bewertet.
So ordnen wir Anwendungsfälle im Screening ein
Die Kategorie hängt am Anwendungsfall. ChatGPT ist weder pauschal Hochrisiko noch pauschal harmlos. Deshalb prüfen wir konkrete Einsätze.
Unzulässig oder besonders kritisch
Was das Screening festhält
Der Einsatz wird nicht weiterverfolgt und mit Ihnen besprochen
Typische Beispiele
Praktiken, die der AI Act verbietet
Mögliche Hochrisiko-Relevanz
Was das Screening festhält
Vertiefte Prüfung, häufig mit ergänzender rechtlicher Bewertung
Typische Beispiele
Anwendungsfälle in bestimmten Einsatzbereichen, etwa Bewerberauswahl
Transparenzanforderungen
Was das Screening festhält
Kennzeichnung und Information der Betroffenen
Typische Beispiele
Chatbots mit direktem Kundenkontakt, KI-generierte Inhalte
Geringes oder minimales Risiko
Was das Screening festhält
Governance-Regeln und Dokumentation genügen
Typische Beispiele
Interne Textentwürfe, Recherche
| Kriterium | Was das Screening festhält | Typische Beispiele |
|---|---|---|
| Unzulässig oder besonders kritisch | Der Einsatz wird nicht weiterverfolgt und mit Ihnen besprochen | Praktiken, die der AI Act verbietet |
| Mögliche Hochrisiko-Relevanz | Vertiefte Prüfung, häufig mit ergänzender rechtlicher Bewertung | Anwendungsfälle in bestimmten Einsatzbereichen, etwa Bewerberauswahl |
| Transparenzanforderungen | Kennzeichnung und Information der Betroffenen | Chatbots mit direktem Kundenkontakt, KI-generierte Inhalte |
| Geringes oder minimales Risiko | Governance-Regeln und Dokumentation genügen | Interne Textentwürfe, Recherche |
Das Screening ist eine Vorprüfung und kein rechtsverbindliches Ergebnis.
Transparenz nach Art. 50 seit August 2026
Art. 50 stellt Anforderungen an die direkte Interaktion mit KI und an bestimmte KI-generierte oder manipulierte Inhalte. Wir prüfen zum Beispiel, ob ein Chatbot direkt mit Kunden kommuniziert, ob KI-generierte Inhalte veröffentlicht werden, ob Deepfakes oder synthetische Medien erzeugt werden und ob Emotionserkennung oder biometrische Kategorisierung stattfindet (teils nach Art. 5 verboten).
Für die maschinenlesbare Kennzeichnung synthetischer Inhalte (Art. 50 Abs. 2) gilt für Anbieter, deren System vor dem 2. August 2026 in Verkehr gebracht wurde, eine Übergangsfrist bis zum 2. Dezember 2026 (Art. 111 Abs. 4). Wer ein solches System nur einsetzt, ist meist Betreiber. Welche Rolle Sie haben, klären wir im Audit vor, verbindlich klärt es Ihre Kanzlei. Keine Rechtsberatung.
Beispiel eines Inventareintrags
So wird aus einer Tool-Liste ein Governance-Instrument.
System
ChatGPT Business
Bereich
Vertrieb
- Use Case
- Angebotsentwürfe
- Daten
- Kundendaten, keine besonderen Kategorien
- Verantwortlich
- Vertriebsleitung
- Menschliche Kontrolle
- Freigabe durch Mitarbeiter
- Art.-50-Relevanz
- Intern, keine direkte Kundeninteraktion
- Maßnahme
- Nutzungsrichtlinie und Schulung
Weitere Felder im Inventar
- Anbieter
- Nutzergruppen
- Schnittstellen
- Freigegebener Accounttyp
- Mögliche Hochrisiko-Relevanz
- Nächster Prüftermin
AI Governance, die nicht auf dem Papier bleibt
Wir verstehen die Technik hinter Ihrer KI: welche Daten ein System bekommt, über welche Schnittstellen es spricht und wie Berechtigungen greifen. So entstehen Regeln, die sich im Alltag auch technisch umsetzen lassen.
Fehlen Ihrem Team noch die Grundlagen, liefern wir die passende Schulung gleich mit.
Technik verstehen
Datenflüsse, Schnittstellen und Berechtigungen nachvollziehen
Governance umsetzbar machen
Technische Freigaben, Rollen, Accounts und Prozesse anschließend umsetzen
Bewertung nach Einsatz
ChatGPT, Claude, Gemini, Copilot, Spezialtools und Eigenentwicklungen nach Einsatz bewertet
Schulung direkt anschließbar
Passendes Programm für die Kompetenzmaßnahmen nach Art. 4
Schritt für Schritt zum Ergebnis
Scope und Verantwortliche
Am Anfang steht ein kostenloses Erstgespräch. Darin klären wir, welche Gesellschaften, Bereiche und KI-Anwendungen betrachtet werden und wer bei Ihnen Ansprechpartner ist.
Inventarisierung
Tools, Anwendungsfälle, Nutzer, Daten, Anbieter und bestehende Regeln landen strukturiert im Inventar.
AI-Act- und Governance-Screening
Wir prüfen Rolle, Einsatzkontext, Transparenzpflichten und mögliche Hochrisiko- sowie sonstige Anforderungen.
Maßnahmen und Dokumentation
Sie halten Richtlinie, Inventar, Verantwortlichkeiten und einen priorisierten Maßnahmenplan in der Hand. Damit kann Ihr Team direkt arbeiten.
Umsetzung und Review (optional)
Auf Wunsch begleiten wir auch die Zeit danach: Schulungen, technische Maßnahmen und die regelmäßige Aktualisierung.
Abgrenzung zur Rechtsberatung
Visgenix unterstützt bei der technischen und organisatorischen Umsetzung von AI Governance und EU-AI-Act-Anforderungen. Die Leistung ersetzt keine individuelle Rechtsberatung oder behördliche Konformitätsbewertung.
Was Kunden über die Zusammenarbeit sagen
- LeistungKI-SchulungKompetenzmaßnahmen nach Art. 4 EU AI Act
- LeistungKI-BeratungVom Readiness-Check zur Roadmap für 12 Monate
- LeistungSicherheit & ComplianceDSGVO, Notfallpläne und MFA
- GlossarGlossar: EU AI ActRisikoklassen und Begriffe kurz erklärt
- RatgeberKI-Inventar erstellenAnleitung in fünf Schritten
Häufige Fragen zum EU AI Act
Ordnung in Ihrem KI-Einsatz
In 30 kostenlosen Minuten klären wir, welche KI-Systeme in den Blick gehören und welchen Umfang das Readiness-Audit für Ihr Unternehmen hat.

