IT-Systemhaus oder Managed Service Provider im Vergleich
Ein Managed Service Provider (MSP) verdient an einer monatlichen Abrechnung für den laufenden Betrieb. Systemhäuser rechnen nach unserer Beobachtung aus dem Markt meist nach Projekt und Stunden ab und stellen Hardware häufig gesondert in Rechnung. Einzelne Anbieter mischen beide Modelle. Aus diesem einen Unterschied folgen fast alle weiteren, bis hin zu der Frage, ob eine verhinderte Störung dem Dienstleister Umsatz kostet oder Aufwand spart.
Schnellurteil
Beide Modelle sind tragfähig. Sie decken unterschiedliche Aufgaben ab. Das Systemhaus passt, wenn Beschaffung, Hardware-Logistik und große Vor-Ort-Projekte den Ausschlag geben. Der Managed Service Provider passt, wenn laufender Betrieb, eine vertraglich zugesagte Reaktionszeit und eine planbare Monatsrechnung wichtiger sind als eine Rechnung pro Vorfall.
- Rollout, Umzug oder Neuverkabelung an mehreren Standorten:IT-Systemhaus
- Hardware-Beschaffung mit Lager, Logistik und Vor-Ort-Montage:IT-Systemhaus
- Laufender Betrieb von Endgeräten, Servern und Microsoft 365:Managed Service Provider
- Vertragliche Reaktionszeit und planbare Monatskosten gefordert:Managed Service Provider
- Beides gleichzeitig nötig:Systemhaus für Beschaffung und Projekt, MSP für den Betrieb danach
Die Unterschiede im Überblick
Reihenfolge der Spalten: alphabetisch (IT-Systemhaus vor Managed Service Provider)
Umsatzquelle
IT-Systemhaus
Hardware-Beschaffung und -Lieferung, Projektaufträge, abgerechnete Stunden
Managed Service Provider
Monatliche Abrechnung je betreutem Bereich (Gerät, Server, Lizenz)
Abrechnungsmodell
IT-Systemhaus
Meist Angebot pro Projekt, Stundensatz plus Anfahrt pro Einsatz
Managed Service Provider
Pro Workstation, Server und Lizenz als Paket oder Baustein, dazu eine SLA-Stufe je Vertrag
Auslöser eines Einsatzes
IT-Systemhaus
Anruf des Kunden, Störung oder Beschaffungsbedarf
Managed Service Provider
Überwachung, Wartungsplan oder Meldung des Kunden
Effekt einer verhinderten Störung
IT-Systemhaus
Weniger abrechenbare Stunden
Managed Service Provider
Weniger eigener Aufwand und weniger Arbeitszeit nach Aufwand
Reaktionszeit
IT-Systemhaus
Je nach Wartungsvertrag, ohne Vertrag nach Verfügbarkeit der Techniker
Managed Service Provider
Vertraglich zugesagt, bei Visgenix je SLA-Stufe von 8 Geschäftsstunden (Basic) bis 30 Minuten bei kritischen Störungen (Enterprise)
Kostenverlauf
IT-Systemhaus
Schwankt mit Störungen und Projekten
Managed Service Provider
Planbare Monatssumme je nach Bestand, bei Visgenix mit 12 Monaten Preisgarantie
Überwachung und Patches
IT-Systemhaus
Meist gesondert zu beauftragen
Managed Service Provider
Bestandteil der Leistung
Hardware-Beschaffung
IT-Systemhaus
Kerngeschäft: Lager, Rahmenverträge, Ersatzgerätepool
Managed Service Provider
Beratung und Bestellung, kein eigenes Lager
Vor-Ort-Technik
IT-Systemhaus
Techniker-Pool im Einzugsgebiet, kurze Wege
Managed Service Provider
Remote-Betrieb, Vor-Ort-Einsatz nach Vereinbarung
Große Rollouts
IT-Systemhaus
Projektteams über mehrere Standorte parallel
Managed Service Provider
Auf Dauerbetrieb ausgelegt, Projektkapazität begrenzt
Dokumentation
IT-Systemhaus
Projektbezogen, an den jeweiligen Auftrag gebunden
Managed Service Provider
Laufend gepflegt, weil sie die Grundlage des Betriebs ist
Ansprechpartner
IT-Systemhaus
Je nach Anbieter Vertrieb und Techniker, die je Einsatz wechseln können
Managed Service Provider
Fester Ansprechpartner, bei Visgenix ab SLA Professional mit quartalsweiser Übersicht der Serviceanfragen
| Kriterium | IT-SystemhausHardware, Projekte, Stundensätze | Unser AngebotManaged Service ProviderMonatliche Abrechnung je Bereich |
|---|---|---|
| Umsatzquelle | Hardware-Beschaffung und -Lieferung, Projektaufträge, abgerechnete Stunden | Monatliche Abrechnung je betreutem Bereich (Gerät, Server, Lizenz) |
| Abrechnungsmodell | Meist Angebot pro Projekt, Stundensatz plus Anfahrt pro Einsatz | Pro Workstation, Server und Lizenz als Paket oder Baustein, dazu eine SLA-Stufe je Vertrag |
| Auslöser eines Einsatzes | Anruf des Kunden, Störung oder Beschaffungsbedarf | Überwachung, Wartungsplan oder Meldung des Kunden |
| Effekt einer verhinderten Störung | Weniger abrechenbare Stunden | Weniger eigener Aufwand und weniger Arbeitszeit nach Aufwand |
| Reaktionszeit | Je nach Wartungsvertrag, ohne Vertrag nach Verfügbarkeit der Techniker | Vertraglich zugesagt, bei Visgenix je SLA-Stufe von 8 Geschäftsstunden (Basic) bis 30 Minuten bei kritischen Störungen (Enterprise) |
| Kostenverlauf | Schwankt mit Störungen und Projekten | Planbare Monatssumme je nach Bestand, bei Visgenix mit 12 Monaten Preisgarantie |
| Überwachung und Patches | Meist gesondert zu beauftragen | Bestandteil der Leistung |
| Hardware-Beschaffung | Kerngeschäft: Lager, Rahmenverträge, Ersatzgerätepool | Beratung und Bestellung, kein eigenes Lager |
| Vor-Ort-Technik | Techniker-Pool im Einzugsgebiet, kurze Wege | Remote-Betrieb, Vor-Ort-Einsatz nach Vereinbarung |
| Große Rollouts | Projektteams über mehrere Standorte parallel | Auf Dauerbetrieb ausgelegt, Projektkapazität begrenzt |
| Dokumentation | Projektbezogen, an den jeweiligen Auftrag gebunden | Laufend gepflegt, weil sie die Grundlage des Betriebs ist |
| Ansprechpartner | Je nach Anbieter Vertrieb und Techniker, die je Einsatz wechseln können | Fester Ansprechpartner, bei Visgenix ab SLA Professional mit quartalsweiser Übersicht der Serviceanfragen |
Woran verdient welches Modell?
Das IT-Systemhaus stellt Geräte, Projekte und Arbeitszeit in Rechnung. Jeder Einsatz erzeugt eine Position auf der Rechnung. Der Managed Service Provider bekommt eine monatliche Summe für einen definierten Betriebsumfang. Bei Visgenix wächst diese Summe mit Ihrem Bestand: Sie richtet sich nach den Paketen und Bausteinen für Ihre Geräte, Server und Lizenzen. Arbeitszeit, etwa für Remote-Support oder Störungsbehebung, berechnen wir nach Aufwand. Eine Pauschale für alles gibt es nicht.
- Systemhaus: Hardware-Beschaffung und -Lieferung, Angebotssumme pro Projekt, Stundensatz plus Anfahrt pro Einsatz.
- Managed Service Provider: Monatspreis pro Workstation, Server und Lizenz als Paket oder Baustein, dazu eine SLA-Stufe je Vertrag.
- Im Stundenmodell erzeugt eine Störung, die nie auftritt, keine Rechnung.
- Im Monatsmodell senkt dieselbe verhinderte Störung den eigenen Aufwand, während die Monatsrechnung für den Betrieb gleich bleibt.
Eine Frage des Abrechnungsmodells
Kein seriöses Systemhaus wartet darauf, dass etwas kaputtgeht. Entscheidend ist, in welche Richtung ein Abrechnungsmodell wirkt. Wer nach Aufwand bezahlt wird, muss Vorbeugung gegen den eigenen Umsatz durchsetzen. Bei einer monatlichen Abrechnung besteht dieser Zielkonflikt nicht.
Was passiert, wenn etwas ausfällt?
Im Stundenmodell beginnt der Vorgang mit einem Anruf. Danach hängt alles davon ab, wann ein Techniker frei ist. Ohne Wartungsvertrag gibt es dafür keine zugesagte Frist. Im Monatsmodell ist die Frist Vertragsbestandteil. Bei Visgenix richtet sie sich nach der SLA-Stufe: Basic reagiert innerhalb von 8 Geschäftsstunden, Professional unter 4 Stunden, Business unter 2 Stunden, kritische Störungen unter 1 Stunde, Enterprise bei kritischen Störungen unter 30 Minuten.
Der zweite Unterschied liegt zeitlich davor. Ein überwachter Server meldet die volle Platte, bevor der Dienst stehenbleibt. Diese Überwachung gehört im Monatsmodell zur Leistung, weil sie den eigenen Aufwand senkt. Im Stundenmodell ist sie eine gesondert zu beauftragende Position, die niemand vermisst, solange nichts passiert.
Wo das IT-Systemhaus die bessere Wahl ist
Ein Systemhaus ist überall dort die bessere Wahl, wo viel körperliche Arbeit vor Ort anfällt. Es hält Lager, Rahmenverträge mit Distributoren und Techniker, die am nächsten Morgen mit dem Kombi vor der Tür stehen. Für den Austausch von 80 Arbeitsplätzen an drei Standorten, für eine Neuverkabelung oder einen Umzug mit Serverraum ist das die passende Organisationsform. Ein Team, das auf den Dauerbetrieb ausgerichtet ist, ist dafür nicht gebaut.
- Beschaffung: Einkaufskonditionen, Garantieabwicklung, Ersatzgerätepool.
- Logistik: Zwischenlagerung, Vorkonfiguration, Entsorgung der Altgeräte nach Vorgabe.
- Vor-Ort-Technik: Verkabelung, Racks, Drucker, Kassensysteme, Anbindung von Produktionsanlagen.
- Projektkapazität: mehrere Techniker gleichzeitig über einen befristeten Zeitraum.
Seit der Gründung 2023 in Frankfurt am Main hat Visgenix über 50 Projekte umgesetzt. Unser Element ist der laufende Betrieb. Ein eigenes Lager und einen Techniker-Pool für Rollouts über mehrere Standorte haben wir nicht. Steht so ein Projekt an, ist ein Systemhaus die bessere Adresse. Das sagen wir Ihnen gleich im Erstgespräch.
Wo der Managed Service Provider überlegen ist
Im Dauerbetrieb spielt der Managed Service Provider seine Stärke aus. Patches, Backups, Endpunktschutz, die Verwaltung von Microsoft 365 und die Überwachung fallen laufend an. Solche Routineaufgaben passen schlecht in ein Angebotsverfahren. Bei Visgenix wählen Sie für Arbeitsplätze eines der Pakete Essential, Professional oder Premium, Server betreuen wir in Bausteinen, Microsoft 365 in den Stufen 180° und 365°. Dazu kommt genau eine SLA-Stufe je Vertrag. Abgerechnet wird je Workstation, Server und Lizenz.
Der zweite Vorteil ist die Kostenkurve. Eine Abrechnung nach Aufwand ist in ruhigen Monaten niedrig und in genau den Monaten hoch, in denen der Betrieb ohnehin gestört ist. Eine monatliche Abrechnung verteilt den laufenden Betrieb gleichmäßig und macht ihn budgetierbar. Bei Visgenix gilt das für Monitoring und Patches. Behebungsarbeit kommt nach Aufwand dazu.
Die Rechnung kommt, wenn es ohnehin brennt
Ein Verschlüsselungsvorfall erzeugt Ausfall und Rechnung im selben Monat. Erst steht die Produktion, dann kommt der Aufwand für Wiederherstellung, Nacharbeit und Absicherung. Das spricht nicht gegen Systemhäuser. Es spricht dafür, den laufenden Betrieb aus dem Aufwandsmodell herauszunehmen.
Worauf Sie sich bei Visgenix verlassen können
Wie schnell wir reagieren, steht bei Visgenix im Vertrag, je nach SLA-Stufe von 8 Geschäftsstunden bei Basic bis 30 Minuten bei kritischen Störungen in Enterprise. Eine Preisliste für die IT-Betreuung veröffentlichen wir nicht. Ihre monatliche Summe richtet sich nach Paketen, Bausteinen und der Zahl Ihrer Geräte, Server und Lizenzen. Ein Listenpreis würde Ihnen darüber kaum etwas sagen.
- Fester Ansprechpartner. Ab SLA Professional bekommen Sie quartalsweise eine Übersicht der Serviceanfragen, in SLA Business eine quartalsweise IT-Servicebesprechung.
- Microsoft 365 über GDAP: delegierte Rechte, die Sie einsehen und jederzeit widerrufen können.
- AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO, Datenverarbeitung DSGVO-konform.
- Hosting in einem ISO-zertifizierten Rechenzentrum in Frankfurt am Main.
- Telefonisch erreichbar Mo bis Fr von 09:00 bis 18:00 Uhr.
Welches Modell zu welcher Aufgabe passt
Einmaliger Hardware-Rollout
Für den Austausch vieler Geräte, einen Umzug oder eine Neuverkabelung ist ein Systemhaus die richtige Wahl. Solche Projekte erfordern Logistik und viele Techniker gleichzeitig.
Laufender Betrieb ohne eigene IT
Hier ist der Managed Service Provider zu Hause. Er betreibt Endgeräte, Server und Microsoft 365 samt Backup und Patches. Weil dieser Aufwand gleichmäßig anfällt, lässt er sich sauber monatlich abrechnen.
Bestehendes Systemhaus, unklare Reaktionszeit
Prüfen Sie, ob Ihr Vertrag eine Reaktionsfrist zusagt. Fehlt die Zusage, schließt ein Betriebsvertrag diese Lücke.
Beides gleichzeitig nötig
Das Systemhaus übernimmt die Beschaffung und das große Projekt. Der Managed Service Provider übernimmt anschließend den Betrieb. Die Rollen überschneiden sich weniger, als es im Markt oft dargestellt wird.
Die Modelle konkurrieren seltener, als es aussieht
Viele Mittelständler arbeiten mit beiden Modellen. Das Systemhaus liefert Hardware, führt Rollouts durch und übernimmt die Technik vor Ort. Der Managed Service Provider übernimmt Überwachung, Patches, Backup und Microsoft 365. Wichtig ist, dass die Zuständigkeit für den Betrieb schriftlich bei genau einer Seite liegt. Sonst warten im Ernstfall beide aufeinander.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem IT-Systemhaus und einem Managed Service Provider?
Das IT-Systemhaus verkauft Hardware, Projekte und Arbeitsstunden und wird pro Einsatz bezahlt. Der Managed Service Provider übernimmt den laufenden Betrieb gegen eine monatliche Abrechnung je betreutem Bereich und sagt eine Reaktionszeit vertraglich zu. Im Stundenmodell wird eine Störung als Aufwand abgerechnet. Im Monatsmodell hängt es vom Vertrag ab, ob die Behebung im Preis steckt. Bei Visgenix berechnen wir Störungsbehebung nach Aufwand.
Ist ein Managed Service Provider teurer als ein IT-Systemhaus?
In ruhigen Monaten ist die Rechnung eines Managed Service Providers höher, über das ganze Jahr gerechnet nicht zwingend. Im Stundenmodell zahlen Sie wenig, solange nichts passiert. In Monaten mit Störungen, Projekten und Nacharbeit zahlen Sie dagegen viel. Im Monatsmodell zahlen Sie jeden Monat eine Summe, die sich nach Ihrem Bestand richtet, inklusive Überwachung und Patches. Backup-Monitoring gehört ab dem Paket Professional dazu. Behebungsarbeit kommt nach Aufwand dazu. Bei Visgenix bleibt der vereinbarte Preis 12 Monate lang stabil.
Können wir unser Systemhaus behalten und trotzdem eine IT-Betreuung beauftragen?
Ja, Systemhaus und IT-Betreuung lassen sich gut kombinieren. Verbreitet ist die Aufteilung nach Beschaffung und Betrieb: Das Systemhaus liefert Hardware und übernimmt Vor-Ort-Projekte, Visgenix betreibt Endgeräte, Server und Microsoft 365. Nötig ist eine schriftliche Regelung, wer bei einer Störung zuständig ist. Sonst warten im Ernstfall beide Seiten aufeinander.